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Informationen für privat versicherte Patienten

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

über unser Infoblatt hinaus, welches Sie vor Ihrer ersten Behandlung erhalten, wollen wir Ihnen auf diesem Wege noch ein paar zusätzliche Informationen zur Verfügung stellen.

Wir schaffen Klarheit.

Da wir eine ganzheitliche Therapie anstreben, versuchen wir konventionelle Methoden (z.B. Manuelle Therapie) mit zusätzlichen Behandlungsweisen (z.B. osteopathische Techniken, Faszientherapie, Reflextherapien, Kinesiotaping) zu optimieren. Dadurch können wir Sie als Patienten ursachenorientiert auf unterschiedlichen Ebenen behandeln. Dafür nehmen wir uns auch die benötigte Zeit. Während für gesetzlich versicherte Patienten eine Therapiezeit von maximal 20 min. festgesetzt wird, stehen unseren Privatpatienten insgesamt 30 min. zur Verfügung.

Am Beginn Ihrer Behandlung schließen Sie mit unserer Praxis einen Behandlungsvertrag über die von Ihrem Arzt verordneten bzw. eventuellen Zusatzbehandlungen ab.
Unser Honorar orientiert sich an der gültigen Gebührenübersicht für Therapeuten (GebüTh).

„§ 4 Bemessung der Gebühren für Leistungen der GebüTh
Die Höhe der einzelnen Gebühr bemisst sich, soweit nichts anderes bestimmt ist, nach dem 1,4 – bis 2,3- fachen des in der GebüTh genannten Regelsatzes. Regelsatz ist immer der jeweils zwischen der Gesetzlichen Krankenversicherung und den Heilmittelverbänden jemals vereinbarte Höchstsatz für eine einzelne Leistung.

Innerhalb des Gebührenrahmens sind die Gebühren unter Berücksichtigung der notwendigen beruflichen Qualifikation, der Schwierigkeit und des Zeitaufwandes der einzelnen Leistung, der notwendigen Vor- und Nacharbeit sowie der Umstände bei der Ausführung nach billigem ermessen zu bestimmen. Sich regionale Aspekte spielen bei der Festlegung der Höhe der gebühren eine Rolle.“

Nähere Informationen hierzu finden Sie unter folgendem Link: www.privatpreise.de.

Abhängig von Ihrem Versicherungsvertrag werden die Therapiekosten von Ihrer Krankenkasse vollständig bzw. nur anteilig übernommen. Um Missverständnissen vorzubeugen, bitten wir Sie sich im Vorfeld diesbezüglich bei Ihrer Kasse zu informieren. Viele Privatkrankenversicherungen orientieren sich an den vor ca. 10 Jahren aufgesetzten und seitdem unveränderten Preislisten der Beihilfeverordnung des Bundes für seine Beamten. Dieser liegt die Vorstellung zugrunde, dass auch Privatversicherte eine Zuzahlung zu leisten hätten. Folglich ist dies nur eine Beihilfe zu einem offensichtlich höheren Gesamtpreis.

Sollte sich die Kostenerstattung durch ihre Krankenkasse problematisch gestalten, möchten wir Sie an dieser Stelle auf zwei Urteile der Rechtssprechung hinweisen:

LG Köln, 14.10.2009 (AZ: 23 O 424/08)
Auszug aus der Urteilsbegründung:
!Die Beklagte kann sich auch nicht darauf berufen, zur Kürzung der zu erstattenden Beträge berechtigt zu sein. Eine Kürzung auf der Grundlage des Heilmittelverzeichnisses LEVP07/03 der Beklagten kommt nicht in Betracht. Denn es ist weder vorgetragen, noch ersichtlich, dass diese wirksam in den Versicherungsvertrag einbezogen worden wäre. Auch eine Kürzung auf die beihilfefähigen Höchstsätze, die den Sätzen des Heilmittelverzeichnisses entsprechen, unter dem Gesichtspunkt der üblichen Vergütung gemäß § 612 II BGB kommt nicht in Betracht (vgl. insoweit auch LG Köln 23 O 380/08 – Urteil vom 17.06.2009 n.v.). Denn die beihilfefähigen Höchstsätze stellen keinen Anhaltspunkt für die übliche Vergütung physiotherapeutischer Behandlungen dar.“

AG Frankfurt, 30.03.2009 (AZ: 29 C 2041/07-86)
Auszug aus der Urteilsbegründung:
„Die Behauptung der Beklagten (Krankenversicherung), die abgerechneten Beträge seien überhöht, ist nicht hinreichend substantiiert. Die stete Bezugnahme auf die beihilfefähigen Höchstsätze vermag einen Angriff nicht zu begründen, da es auf die Üblichkeit und Angemessenheit der Preise für die Privatversicherten ankommt.“