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Informationen für gesetzlich versicherte Patienten

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

über unser Infoblatt hinaus, welches Sie vor Ihrer ersten Behandlung erhalten, wollen wir Ihnen auf diesem Wege noch ein paar zusätzliche Informationen zur Verfügung stellen.

In unserer täglichen Arbeit hören wir von Seiten der Patienten häufig:

  • „Kassenpatienten bekommen am Quartalsende eh nichts mehr verschrieben.“
  • „Kassenpatienten sind schlechter versichert.“
  • „Die Krankenkassen bezahlen immer weniger für gesetzlich versicherte Patienten.“
  • etc.

Ihre Bedenken ernst nehmend, möchten wir Ihnen gern Folgendes mitteilen:
Ihre verschriebenen Rezepte sind ein wichtiges Standbein unserer Praxis. Unser Verständnis als Therapeuten erlaubt es zudem nicht, in der Behandlung zwischen Kassenpatienten und Privatversicherten zu unterscheiden. Die Behandlung z.B. von Rückenbeschwerden kann nur gut oder schlecht, richtig oder falsch erfolgen. Unabhängig des Versicherungsstatus des Patienten.

Woher resultieren aber Ihre berechtigten Bedenken?

A. Der Aspekt Zeit
Die Krankenkassen geben den Physiotherapeuten Mindestbehandlungszeiten vor. Laut GKV liegt die Regelbehandlungszeit z.B. für Manuelle Therapie bei 15 bis 25 Minuten. Dafür erhält die Praxis inkl. Ihrer Zuzahlung 18,89 €. In die jeweils vorgegebenen Behandlungszeiten sind aber leider bereits die notwendigen Vor- und Nachbereitung (An- und Ausziehen, Befunderhebung usw.) inbegriffen. Dies verringert die effektive Therapiezeit nochmals. Hingegen werden die Physiotherapierezepte für Privatversicherte höher erstattet, was wiederum ein Plus an Therapiezeit für Patienten und Therapeuten bedeutet.

B. vorgegebene Beschränkungen der Therapie
Die gesetzlichen Krankenkassen reglementieren leider nicht nur die Zeit und die Kosten, sondern auch die einzelnen physiotherapeutischen Leistungen bzw. deren Kombination. Zusätzliche Leistungen wie z.B. Ultraschall oder Fangopackungen müssen stets einzeln vom Arzt verordnet werden und können folglich nicht in einem „Kombirezept“ verschrieben werden. Diese therapeutisch oft sinnvolle Kombination mehrerer Therapien ist somit nur für privatversicherte Patienten möglich.

C. vorgeschriebene Therapiemenge
Weiterhin wird im jeweils gültigen Heilmittelkatalog auch die Verordnungsmenge der einzelnen physiotherapeutischen Leistungen reglementiert. Daran müssen sich auch die verordnenden Ärzte halten, die oftmals am Quartalsende wegen ihres ausgeschöpften Etats oft Folgerezepte nur schwer verordnen können. Anders sieht dies bei Privatversicherten aus. Deren jeweilige Verordnungsmenge ist zum einen höher und kann auch beliebig oft erneut verschrieben werden.

D. Zusatzleistungen außerhalb des Heilmittelkataloges
Die für eine ganzheitliche Therapie wichtigen Zusatzleistungen wie Kinesiotaping, LNB-Schmerztherapie nach Liebscher&Bracht, BCR-Therapie ( Biologische Zell-Regulation), Faszientherapie, Craniosacrale Therapie, Triggerpunkttherapie, Stoßwellentherapie, Vibrationstraining mit Galileo-Gerät etc. werden von den Krankenkassen für Gesetzlichversicherte nicht übernommen.
Wenn Sie dennoch an einer zusätzlichen bzw. begleitenden Maßnahme interessiert sind, beraten wir Sie jederzeit gern. Denn wir sind und können mehr als die Krankenkassen uns vorgeben.

Vielen Dank für Ihre Offenheit,
Ihr Wasi Behzad
(Praxisinhaber)